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Die FETT-WEG-SPRITZE,
wird die mein überschüssiges
Fett killen ?
Aus dem Beipackzettel und den Fachinformationen unseres
Präparates Lipostabil N i.v (5 ml) geht eindeutig
hervor, dass die subcutane Anwendung von Lipostabil zur
Auflösung von Fettgewebe in Deutschland nicht zugelassen
ist. Diese Anwendung ist bisher nicht ausreichend klinisch
untersucht und somit von keiner Behörde (z.B. BfArM,
EMEA, FDA) zugelassen. |
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Die folgende Stellungnahme
der amerikanischen Gesellschaft für kosmetische Chirurgie
(ASAPS) geht auf die Probleme und Risiken in diesem Zusammenhang
detailliert ein:
- Es gibt keine ausreichenden
klinischen Studien zu dieser Anwendung.
- Die genaue Menge des aufzulösenden Fettgewebes lässt
sich nicht nachvollziehbar steuern.
- Es ist nicht klar, ob neben dem Fettgewebe auch andere Gewebe
aufgelöst werden.
- Es gibt keine Erfahrungen über die Langzeitverträglichkeit
dieser Methode.
- Der Wirkmechanismus der Fettauflösung durch Lipostabil
N i.v. ist nicht geklärt.
In Ländern, wo o. g. Produkt
nicht zugelassen ist, haftet für alle Risiken jener Arzt,
welcher die
FETT-WEG-SPRITZE verabreicht, es sei denn, Sie übernehmen
schriftlich die Verantwortung
per Revers (Schadloserklärung).
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Statement zur so genannten “Fett-weg-Spritze"
(Injektions-Lipolyse mit Phosphatidylcholine
z. B. Lipostabil)
Überflüssiges Fett mit einer “Fett-weg-Spritze" ohne OP einfach und schonend
abzuschmelzen - dieses Wunschdenken ist einerseits verständlich, andererseits
aber gefährlich. Der fettauflösende Wirkstoff, wie er z. B. in dem Medikament
Lipostabil enthalten ist, heißt Phosphatidylcholine. Er wird seit vielen Jahren zur
Senkung eines erhöhten Cholesterinspiegels eingesetzt. Für die Auflösung
größerer Mengen an Fettgewebe - wie es der aktuelle Trend aus Brasilien
verspricht - ist er in Deutschland jedoch nicht zugelassen. Eine solche Behandlung darf hier überhaupt nur mit einer speziellen Einverständniserklärung des
Patienten durchgeführt werden. Meist wird die “Fett-weg-Spritze" bislang von
so genannten “Schönheitschirurgen² angeboten die keine Facharztausbildung
für Plastische Chirurgie haben. "Die "Fett-Weg-Spritze" ist keine Alternative zur
Fettabsaugung". Seriöse Plastische Chirurgen lehnen die Anwendung der so
genannten “Injektions-Lipolyse" ab, denn Nebenwirkungen, Dosierung und
Verträglichkeit sind noch nicht ausreichend erforscht. Der Hersteller gibt
ausdrücklich an, dass eine Injektion in das Fettgewebe (s.c. Injektion) nicht
zulässig ist.
Die Wirkungsweise der Injektion ist bedenklich: Das Fett wird in einer
chemischen Reaktion zersetzt. Im Unterschied zur Fettabsaugung bleibt
bei diesem Verfahren das zersetzte Fett im Körper und muss abgebaut
werden. Bei großen Mengen kann der Körper den “Abfall" nicht ausreichend
abtransportieren. Dies kann zu schlimmen Entzündungen und Zystenbildungen
führen. In diesen Fällen wird dann eine Operation notwendig, die das Ausmaß
einer Fettabsaugung weit übersteigt. Es ist nicht klar, ob sich nur Fett auflöst
oder aber auch bindegewebige Strukturen, die ein Stützgerüst für unsere
Haut bilden. Darüber hinaus kann der Arzt die Fettauflösung per Spritze nicht
exakt steuern, weil er die individuell angemessene Dosierung nicht einschätzen
kann. Das Fett ist bei jedem Menschen und sogar von Körperteil zu Körperteil
verschieden. Es reagiert unterschiedlich auf das Mittel. Daher kann die Behandlung
schon in geringen Mengen hässliche Löcher oder Knoten hinterlassen. Nur bei
einer Fettabsaugung kann der Arzt individuell die zu entfernende Fettmenge
und die Körperkontur des Patienten kontrollieren. Besonders übergewichtige
Patienten sollten sich deshalb von einem erfahrenen Plastischen Chirurgen
beraten und informieren lassen.
Weitere Informationen
Deutsche Gesellschaft für
Ästhetisch-Plastische Chirurgie e.V. (DGÄPC)
Beiertheimer Allee 18b
76137 Karlsruhe
Tel. +49 721 356 693
Fax +49 721 379 513
eMail info@dgaepc.de |
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Wie seriös ist die “Fett-weg-Spritze" (Lipostabil)?
Die Österreichische Gesellschaft für Plastische, Ästhetische
und Rekonstruktive Chirurgie meint dazu ...
editor@plastischechirurgie.org
In den Medien wird in letzter Zeit häufig über ein neues “Wundermittel" aus
Brasilien zur Behandlung von Fettpolstern ohne Operation berichtet.
Es handelt sich dabei um ein Medikament aus der Gruppe der Phospholipide
(Phosphatidylcholin), welches seit langer Zeit intravenös als Fettsenker und zur
Behandlung von Fettembolien verwendet wird und für diese Anwendung auch
zugelassen ist.
Fallberichten zufolge führt diese Substanz bei Injektion in das subkutane
Fettgewebe zu einer Einschmelzung und zum lokalen Abbau von Fettzellen in
diesem Bereich. Diese Anwendungsmethode wird nun immer wieder hauptsächlich
von nicht plastischen
Chirurgen beworben und als absolut nebenwirkungsfrei als teilweiser Ersatz für
Fettabsaugungen angepriesen. Die Österreichische Gesellschaft für Plastische,
Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie vertritt im Einklang mit zahlreichen anderen
Fachgesellschaften wie der. American Society for Aesthetic Plastic Surgery (ASAPS)
die Auffassung, dass zum heutigen Zeitpunkt eine breite Anwendung dieser Substanz
nicht zu empfehlen ist. Obwohl von den Anwendern immer wieder behauptet, sind in
der Weltliteratur keinerlei wissenschaftliche Daten oder Studien publiziert, die über
eventuelle Nebenwirkungen oder Langzeitfolgen Aufschluss geben. Zu finden sind
lediglich Fallberichte einzelner Anwender, die aber zum überwiegenden Teil
Werbecharakter aufweisen und wissenschaftlich unseriös sind. Es ist daher zu
empfehlen, vor der Werbung für diese Behandlung und unkontrollierten Anwendung
von Phosphatidylcholin breit angelegte wissenschaftlich fundierte Studien durchzuführen
um ein eventuelles Risiko dieser Behandlung für unsere Patienten so gering wie
möglich zu halten. Anzumerken ist zusätzlich, dass Lipostabil für die subkutane Injektion
derzeit in Europa und auch den USA nicht zugelassen ist. |
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